NASIM
Ein Dokumentarfilm
von Ole Jacobs und Arne Büttner
produziert von ROSENPICTURES Filmproduktion GbR, Arne Büttner und Ole Jacobs

am 15. Oktober 2022 im Lollipop

"Unser Film spricht auch aus einer Widerstandshaltung gegen das westliche Klischeebild von muslimischen Frauen. Sie sind nicht die stummen Opfer, zu denen sie oft reduziert werden. Nasim ist eine Frau voller Kraft, Enthusiasmus und Humor, die für ihre Rechte, ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder kämpft. Menschen, die in Lagern wie Moria eingesperrt sind, haben Namen, Wünsche und Bedürfnisse. Nasim ist eine von ihnen." - DIRECTORʼS STATEMENT
von Ole Jacobs und Arne Büttner





Gestrandet in Moria, dem größten Geflüchtletenlager der EU, kämpft Nasim gegen ihre eigenen Ängste und die Widrigkeiten des Camps für ein selbstbestimmtes Leben. Der Brand in Moria im September 2020, der das gesamte Lager vernichtet, bewegt Nasim ihre Stimme zu erheben


INHALT
Nasim (38) stammt aus Afghanistan und kommt im Februar 2020 als Geflüchtete aus dem Iran über die Türkei nach Griechenland. Moria, das größte Geflüchtetenlager der EU, wurde zwangsweise zum Wohnort für Nasim. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Shamsullah, ihren beiden Söhnen und der
erweiterten Familie, versucht Nasim das harte Leben im Camp zu überstehen. Langsam beginnt sie ihre arrangierte und emotionslose Ehe, in die sie im Alter von 13 Jahren gedrängt wurde, in Frage zu stellen. Ihre Schwester versucht sie zu einem neuen, unabhängigen Leben zu motivieren, doch ihre Unsicherheiten und Ängste stehen Nasim im Weg. Um in Europa bleiben zu dürfen, muss sie
gemeinsam mit ihrem Ehemann, dessen Vergangenheit sie kaum kennt, ihre Asyl-Anhörung bestehen.
In der Nacht vom 8. auf den 9. September 2020 zerstört ein Großbrand das komplette Lager und Nasim und ihre Familie stehen vor dem Nichts. Es folgen Demonstration, Obdachlosigkeit und Polizeigewalt.
Doch Nasim kämpft weiter um ihre Zukunft.


PREISE

NASIM feierte seine erfolgreiche Weltpremiere im deutschen Wettbewerb des DOK Leipzig 2021 und
wurde dort mit dem DEFA Förderpreis und dem VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
ausgezeichnet.